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Photovoltaik Beratung unabhängig

Photovoltaik-Beratung — unabhängig, ohne Verkaufsinteresse

Kaum ein Markt ist so vertriebsgetrieben wie der für Photovoltaik. Anbieter melden sich unaufgefordert, Angebote enthalten Renditeversprechen, und die Anlagengröße richtet sich häufig danach, was auf das Dach passt — nicht danach, was wirtschaftlich sinnvoll ist.

Wir verkaufen weder Module noch Speicher noch Wallboxen. Unsere Leistung ist die Prüfung: Was bringt eine PV-Anlage auf Ihrem Dach realistisch, wie groß sollte sie sein, lohnt sich ein Speicher — und ist das Angebot, das Ihnen vorliegt, in Ordnung?

Unabhängigdena-gelistetBAFA-/KfW-zugelassenWohn- & Nichtwohngebäude
Photovoltaik-Anlage mit Solarmodulen

Die Zahl, auf die es ankommt: Eigenverbrauch

Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage hängt heute weit weniger an der Einspeisevergütung als an der Frage, wie viel des erzeugten Stroms Sie selbst verbrauchen. Der Grund ist einfach: Strom, den Sie selbst nutzen, ersetzt teuren Netzbezug. Strom, den Sie einspeisen, wird deutlich niedriger vergütet.

Daraus folgen einige Dinge, die im Verkaufsgespräch selten vorkommen:

Ihr Verbrauchsprofil ist wichtiger als Ihre Dachfläche. Ein Haushalt, der tagsüber leer steht, hat einen niedrigen Eigenverbrauchsanteil — es sei denn, größere Verbraucher lassen sich in die Mittagsstunden verlegen.

Eine Wärmepumpe verändert die Rechnung grundlegend. Sie erhöht den Stromverbrauch deutlich und verschiebt ihn in den Winter, wenn die PV-Anlage am wenigsten liefert. Der Effekt ist trotzdem oft positiv — aber nicht in der Höhe, die pauschal versprochen wird.

Ein Elektroauto ist der stärkste Hebel, wenn es tagsüber zu Hause lädt. Lädt es nachts nach der Arbeit, kaum.

Deshalb beginnen wir nicht mit dem Dach, sondern mit Ihrem Lastgang.

Was wir prüfen

Dach und Standort. Ausrichtung, Neigung, Verschattung durch Bäume, Nachbargebäude, Schornsteine und Gauben — Verschattung wird regelmäßig unterschätzt und kostet je nach Verschaltung überproportional Ertrag. Dazu Statik-Fragen, Dachalter und Zustand der Eindeckung. Eine PV-Anlage auf einem Dach, das in acht Jahren neu gedeckt wird, ist ein teurer Fehler.

Ertragsprognose. Realistisch gerechnet, mit Verschattungsberücksichtigung und ohne die optimistischen Standardwerte, die man in vielen Angeboten findet.

Dimensionierung. Die wirtschaftlich sinnvolle Größe, abgeleitet aus Ihrem Verbrauch — nicht aus der verfügbaren Fläche.

Speicher: ja oder nein. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil, kostet aber Geld und hat eine begrenzte Lebensdauer. Ob er sich rechnet, hängt von Verbrauchsprofil, Anlagengröße, Preis und Strompreisentwicklung ab. Wir rechnen es aus, statt es zu behaupten — und das Ergebnis lautet nicht immer „ja“.

Zusammenspiel mit der Heizung. Wenn eine Wärmepumpe geplant ist oder bereits läuft: Ansteuerung, Überschussnutzung, Pufferstrategie.

Wirtschaftlichkeit. Investition, Ertrag, Eigenverbrauch, Einspeisung, Betriebskosten, Versicherung — als Rechnung über die Nutzungsdauer, mit Szenarien statt einer einzelnen Renditezahl.

Angebotsprüfung. Liegt Ihnen bereits ein Angebot vor, prüfen wir es: Komponenten, Auslegung, Wechselrichterdimensionierung, angenommene Erträge, Garantiebedingungen, Preisniveau. Das ist häufig unser meistgefragter Einzelauftrag.

Wo wir bewusst zurückhaltend sind

Rendite. Wir nennen keine Renditeversprechen. Eine PV-Anlage ist eine Investition mit Annahmen über Strompreise, Erträge und Lebensdauern über zwanzig Jahre. Wer daraus eine exakte Prozentzahl macht, tut so, als sei die Zukunft bekannt. Wir rechnen mit Bandbreiten und legen die Annahmen offen.

Steuern. Für Photovoltaikanlagen gelten besondere steuerliche Regelungen — unter anderem zur Umsatzsteuer bei Lieferung und Installation sowie zur Einkommensteuer bei kleineren Anlagen. Diese Regelungen sind für die Wirtschaftlichkeit erheblich, ihre Anwendung auf Ihren Fall gehört aber zu Ihrem Steuerberater. Wir weisen darauf hin, wir beraten nicht steuerlich.

Rechtsfragen. Netzanschlussbegehren, Direktvermarktung, Mieterstrom und die Regelungen zur Steuerung von Erzeugungsanlagen sind rechtlich eigene Themen. Wir ordnen sie technisch ein und benennen den Klärungsbedarf.

Fördermittel. Für PV-Anlagen selbst gibt es auf Bundesebene keinen Zuschuss vergleichbar der Gebäudeförderung; die Vergütung läuft über das EEG. Kommunale Programme und Programme der NRW.BANK können hinzukommen — wir prüfen, was in Ihrem Fall verfügbar ist. Wenn Ihnen jemand hohe „PV-Fördermittel“ in Aussicht stellt, lohnt die Nachfrage, welches Programm konkret gemeint ist.

Für Gewerbebetriebe

Bei Gewerbeobjekten ist die Ausgangslage oft günstiger als beim Einfamilienhaus: Der Verbrauch liegt tagsüber, große Dachflächen sind vorhanden, und der Eigenverbrauchsanteil ist entsprechend hoch. Gleichzeitig sind die Fragen komplexer — Lastspitzen, Netzanschlussleistung, Ladeinfrastruktur, Direktvermarktung ab bestimmten Anlagengrößen, steuerliche und bilanzielle Behandlung.

Für Hallen kommt eine Frage hinzu, die vor der PV-Planung zu klären ist: Trägt die Dachkonstruktion die zusätzliche Last, und wie ist der Zustand der Abdichtung? Beides prüfen wir, bevor Module bestellt werden.

Häufige Fragen

Lohnt sich PV noch, wenn die Einspeisevergütung so niedrig ist?

In den meisten Fällen ja — aber aus einem anderen Grund als früher. Der Wert liegt heute im vermiedenen Netzbezug, nicht in der Einspeisung. Deshalb hängt die Antwort an Ihrem Verbrauchsprofil.

Wie groß sollte meine Anlage sein?

Das ergibt die Rechnung. Die pauschale Regel „so viel wie aufs Dach passt“ führt bei niedrigem Eigenverbrauch zu einer Anlage, deren Mehrertrag überwiegend eingespeist wird — was die Wirtschaftlichkeit je nach Konstellation verschlechtert statt verbessert.

Brauche ich einen Speicher?

Nicht zwingend. Er erhöht den Eigenverbrauch, kostet aber Geld und hält nicht ewig. Bei hohem Abendverbrauch und passender Anlagengröße kann er sich rechnen. Wir prüfen es für Ihren Fall.

Ist Ost-West-Ausrichtung sinnvoll?

Häufig ja. Der Jahresertrag liegt etwas unter einer Südanlage, dafür ist die Erzeugung über den Tag gleichmäßiger verteilt — was den Eigenverbrauchsanteil erhöht. Bei hohem Eigenverbrauch kann Ost-West wirtschaftlich besser abschneiden.

Kann ich Ihnen ein vorliegendes Angebot zur Prüfung schicken?

Ja, das ist einer unserer häufigsten Aufträge. Sie erhalten eine schriftliche Einschätzung zu Auslegung, Komponenten, Ertragsannahmen und Preisniveau.

Planen oder installieren Sie die Anlage?

Nein. Wir beraten, rechnen und prüfen. Die Installation übernimmt ein Fachbetrieb Ihrer Wahl — dessen Auswahl wir gern fachlich begleiten, ohne selbst beteiligt zu sein.

Was kostet die Beratung?

Abhängig vom Umfang — eine Angebotsprüfung ist deutlich schlanker als eine vollständige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mit Lastgangauswertung. Wir nennen Ihnen den Preis vorab.

Angebot auf dem Tisch? Lassen Sie es prüfen, bevor Sie unterschreiben.

Eine unabhängige Zweitmeinung kostet einen Bruchteil der Investition — und deckt regelmäßig Überdimensionierung, optimistische Ertragsannahmen oder ungeeignete Komponenten auf.

Vielen Dank — Ihre Anfrage ist unterwegs.

Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags. Dringend? Rufen Sie gern direkt an: 0151 1784 7744.

Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags

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