Ein Wärmebild zeigt in Sekunden, wofür sonst Bauteilöffnungen nötig wären: fehlende Dämmung im Dachanschluss, durchgehende Betonstürze, undichte Fenster, Rohrleitungen im Estrich, feuchte Stellen im Mauerwerk.
Wichtig ist allerdings, was danach passiert. Ein buntes Bild ist keine Diagnose. Erst die fachliche Auswertung — unter Berücksichtigung von Konstruktion, Materialien, Wetterlage und Aufnahmebedingungen — macht daraus eine belastbare Aussage. Genau diese Auswertung ist unsere Leistung; die Kamera ist nur das Werkzeug.

Besonders wertvoll ist die Thermografie vor einer Sanierung, um Prioritäten zu setzen — und nach einer Sanierung, um die Ausführungsqualität zu prüfen. Der zweite Fall wird selten beauftragt und ist oft der lohnendere: Ein Mangel, den Sie vor der Schlussrechnung finden, lässt sich noch beheben.
Hier trennen sich seriöse Anbieter von unseriösen. Ein Wärmebild misst Oberflächentemperaturen, sonst nichts. Daraus folgt:
Ein Wärmebild liefert keine U-Werte. Wer Ihnen aus einem Thermogramm einen Dämmwert vorrechnet, überschreitet, was die Methode hergibt. U-Werte ermitteln wir über Bauteilaufbauten oder gesonderte Messverfahren.
Ein Wärmebild quantifiziert keine Wärmeverluste in Euro. Die Farbskala zeigt Temperaturunterschiede, nicht Kosten.
Ein Wärmebild beweist keine Feuchte. Feuchte Bereiche erscheinen wegen Verdunstungskühlung meist kälter — aber kalt kann auch heißen: Wärmebrücke, Luftströmung, andere Materialdichte. Eine Feuchtediagnose braucht ergänzende Messungen.
Ein Wärmebild zeigt keine Hohlräume hinter dicken Verkleidungen. Vorgehängte hinterlüftete Fassaden verdecken die eigentliche Konstruktion weitgehend.
Und: Aufnahmen von außen erfassen fremde Gebäude und Grundstücke mit. Wir fotografieren ausschließlich Ihr Gebäude, achten auf Persönlichkeitsrechte und geben Aufnahmen nicht an Dritte weiter. Bei Reihen- und Doppelhäusern stimmen wir uns bei Bedarf mit den Nachbarn ab.
Thermografie ist keine Ganzjahresleistung. Für aussagekräftige Aufnahmen braucht es Bedingungen, die es in Nordrhein-Westfalen nur in einem begrenzten Zeitfenster gibt:
Praktisch heißt das: Aufnahmesaison etwa von November bis März, häufig in den frühen Morgenstunden oder abends. Wer Ihnen im Juli eine Fassadenthermografie anbietet, verkauft Ihnen Bilder ohne Aussagekraft.
Deshalb unser Rat: Planen Sie die Thermografie frühzeitig ein. Wenn Sie im Frühjahr sanieren wollen, sollte die Aufnahme im Winter davor stattfinden — nicht im Mai, wenn die Entscheidung ansteht.
Wir vereinbaren einen Zeitraum und legen den Termin kurzfristig fest, wenn die Bedingungen stimmen. Das erfordert etwas Flexibilität von beiden Seiten — ist aber der einzige Weg zu verwertbaren Bildern.
Das Gebäude sollte normal beheizt sein. Rollläden bleiben in der Nacht davor idealerweise oben, damit die Fensterflächen im Bild vergleichbar sind.
Alle zugänglichen Fassadenseiten, Dachflächen und Anschlussdetails, jeweils mit dokumentierten Randbedingungen: Außentemperatur, Innentemperatur, Luftfeuchte, Wetterlage, Emissionsgrad.
Innenthermografie zeigt Wärmebrücken dort, wo sie Schaden anrichten — an Ecken und Anschlüssen mit Schimmelrisiko. In Kombination mit einem Blower-Door-Test werden Leckagen deutlich sichtbar.
Jedes relevante Thermogramm wird mit einem Foto der gleichen Stelle gegenübergestellt, ausgewertet und eingeordnet: Was ist zu sehen, was ist die wahrscheinliche Ursache, wie relevant ist es, was folgt daraus.
Sie erhalten einen schriftlichen Bericht mit Bildern, Bewertung und Handlungsempfehlungen — und, wenn gewünscht, die Einordnung in einen Sanierungsfahrplan.
Eine Thermografie allein sagt Ihnen, wo etwas nicht stimmt. Sie sagt Ihnen nicht, was Sie tun sollten — dafür braucht es die Bauteilaufbauten, die Bilanzierung des Gebäudes und eine Kostenbetrachtung.
Deshalb kombinieren wir die Thermografie in der Regel mit einer Energieberatung oder einem Sanierungsfahrplan. Sie können sie auch einzeln beauftragen, etwa zur Mängelprüfung nach einer Baumaßnahme oder als Entscheidungshilfe vor einem Kauf. Wir sagen Ihnen im Erstgespräch, was in Ihrer Situation sinnvoll ist.
Bei Gewerbeobjekten und Hallen ist die Thermografie oft besonders ergiebig: große Flächen, alte Sandwichelemente, undichte Tore und Anschlüsse — und entsprechend große Einsparpotenziale.
Das hängt von Gebäudegröße, Umfang (nur außen oder auch innen) und Berichtstiefe ab. Wir nennen Ihnen den Preis vorab verbindlich.
Bei einem Einfamilienhaus üblicherweise ein bis zwei Stunden vor Ort. Auswertung und Bericht folgen innerhalb weniger Werktage.
Nicht als eigenständige Maßnahme. Als Teil einer geförderten Energieberatung fließt sie jedoch in das förderfähige Beratungshonorar ein.
Für einen ersten Eindruck: ja. Für eine Bewertung: nein. Es scheitert weniger an der Kamera als an Emissionsgraden, reflektierten Temperaturen, Randbedingungen und der Interpretation. Die häufigste Fehldiagnose bei Selbstaufnahmen ist der „Wärmeverlust“ an einer schlicht spiegelnden Oberfläche.
Für die klassische Gebäudehüllen-Thermografie nicht sinnvoll. Für einzelne Fragestellungen — Leckageortung an Leitungen, Prüfung von Kühlanlagen, Elektrothermografie — gelten andere Voraussetzungen.
Nein. Sie sehen kalte Oberflächen, an denen Schimmelbildung wahrscheinlicher ist. Das ist ein wichtiger Hinweis — aber kein Befund.
Die Bedingungen für aussagekräftige Wärmebilder gibt es nur im Winterhalbjahr. Melden Sie sich frühzeitig, dann stimmen wir den Termin nach Wetterlage ab.
Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags. Dringend? Rufen Sie gern direkt an: 0151 1784 7744.